Heute möchten wir euch gerne einmal ausführliche Informationen zu unserem neuen Spendenprojekt MOB e.V. bereitstellen, für die wir bei unseren laufenden Auktionen tatkräftig Spenden sammeln möchten. Für eine Fotostrecke waren Nicole und Rena noch einmal persönlich vor Ort und konnten drei Stunden lang wertvolle Eindrücke sammeln und hinter die Kulissen des Berliner Vereins schauen.

Mit all den gesammelten Informationen fällt es einem doch relativ schwer all das komprimiert in einem Artikel unterzubringen, dafür steckt hinter diesem Verein einfach zu viel. Freud und Leid verschmelzen hier stark, umso wichtiger ist es, dass wir den Obdachlosenverein unterstützen.

Seit September 2015 finden Menschen ohne Obdach einen Ort, an dem sie für insgesamt 7 Tage zur Ruhe kommen können. In der Storkower Str. 139 befindet sich das orangefarbene Gebäude, in dem auch 250 Flüchtlinge eine Unterkunft finden. Im hinteren Bereich des Gebäudes muss MOB e.V. aktuell mit nur 31 Betten auskommen, was angesichts der Zahl von über 6000 Obdachlosen in Berlin eine wirklich erschütternde Tatsache ist. Jeden Abend bilden sich, bereits vor Öffnung der Notunterkunft um 18 Uhr, lange Schlangen mit Menschen, die an diesem Abend auf eine Aufnahme hoffen. Darunter befinden sich auch immer mehr Familien oder Elternteile mit Kindern, egal welchen Alters. Aktuell gibt es nur ein einziges Familienzimmer und auch die Frauenhäuser in Berlin und Brandenburg sind restlos voll! Aber auch Menschen, die einer Arbeit nachgehen, jedoch vom Schicksal geprägt sind und keine andere Unterkunft haben, finden hier einen warmen Platz.

Morgens um 8 Uhr schließt die Notunterkunft, dann wird das Kaffee Bankrott, welches nur wenige Schritte entfernt ist, der Dreh und Angelpunkt vieler Menschen. Im Kaffee, welches bis heute weder vom Bezirk, noch von der Stadt Berlin unterstützt wird, gibt es Getränke, Lebensmittelspenden, Computer mit Internetanschluss, eine Waschmaschine und vieles mehr. Ein leckeres Mittagessen inklusive Nachtisch gibt es für 2,50 EUR ebenfalls, was direkt vor Ort von ehrenamtlichen Helfern zubereitet wird.  Im Kaffee ist jeder Willkommen!

Trödelpoint geht – Familienunterkunft kommt

Der Trödelpoint, wo hilfebedürftige Menschen gespendete Möbel, Haushaltsgeräte und Co. finden konnten, musste schweren Herzens geschlossen werden. Die Zahl der obdachlosen Familien wächst stetig an und die 31 Betten in der Notunterkunft reichen schon lange nicht mehr aus, daher wird die große Halle, die am Kaffee Bankrott angrenzt, nun im Sommer 2018 umgebaut. Hier soll zukünftig eine Familienunterkunft entstehen, wo Eltern mit ihren Kindern einen Platz der – wenn auch nur kurzzeitigen – Ruhe und Entspannung finden sollen.

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Strassenfeger e.V. – Zeitung

Geläufiger wird MOB e.V dem einen oder anderen wahrscheinlich unter dem Namen Strassenfeger e.V. sein. Viele hilfebedürftige Menschen nehmen das Projekt der Obdachlosen-Zeitung in Anspruch, um in der Stadt in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen und einem selbstbestimmten, aber dennoch geregeltem Tag nachzugehen. Sie verkaufen die Zeitung zum Beispiel vor Supermärkten und direkt in S- und U-Bahnen, die ihnen gerade im Winter einen Schutz vor der Kälte bieten. Nicht jeder möchte, gerade in der heutigen ignoranten Zeit, offen betteln. Mit einer Zeitung in der Hand, die sie verkaufen können, fühlen sich viele hilfebedürftige Menschen deutlich wohler, denn sie können etwas zurückgeben! Und genau deshalb ist es umso wichtiger, dass man nicht nur die Zeitung zahlt, sondern diese auch entgegennimmt. Offizielle Verkäufer tragen stets eine grüne Weste und einen Ausweis!

Wie ihr seht gibt es ein breites Spektrum, welches in diesem Artikel einfließen und auch ein Stück weit von uns persönlich verarbeitet werden kann. Fakt ist jedoch, dass MOB e.V. weit über 2000 EUR Miete pro Monat für die Notunterkunft zahlen muss, dass Kaffee Bankrott rein aus Spendengeldern finanziert werden muss und die 31 Betten, gegenüber der Zahl der Obdachlosen in Berlin, eine schwindend geringe Zahl sind.

Unterstützung durch ein funktionierendes Netzwerk

Der Verein hat ein bestehendes Netzwerk aus Sozialarbeitern, sozialen Einrichtungen und ehrenamtlichen Ärzten, um auch hier den hilfebedürftigen Menschen unter die Arme greifen zu können. Amtsgänge, Anträge und vieles mehr werden, zusammen mit den Menschen, durchlaufen.

Ebenso arbeitet MOB e.V. eng mit der ortsansässigen Steinecke-Filiale zusammen, um den Menschen im Kaffee Bankrott eine leckere Alternative an Brötchen und Gebäck kostenlos anbieten zu können. Auch die Berliner Tafel ist stets bemüht und gibt einen Teil seiner eigenen Lebensmittelspenden an MOB e.V. ab.

Sleep-out in Berlin 2018

Und um genau auf DIESE Missstände aufmerksam zu machen, wird am 31. August 2018 das zweite Sleep-Out in Berlin stattfinden. Interessierte Bürger, Politiker und Prominente verbringen eine Nacht mit den hilfebedürftigen Menschen unter freiem Himmel gegenüber der Notunterkunft. Auch die Social Vapers werden als Team direkt vor Ort sein und das Projekt tatkräftig unterstützen! Wer sich uns anschließen möchte, meldet sich einfach direkt bei Nicole oder Rena.

Ansprechpartner bei Fragen zum Verein / Spendenprojekt

Solltet ihr Fragen rund um den Verein MOB e.V. haben, so könnt ihr jederzeit Kontakt mit dem Team von MOB e.V aufnehmen. Selbstverständlich stehen auch wir bestmöglich zur Verfügung! Nutzt hierzu einfach unser Kontaktformular oder die Kommentarfunktion unter diesem Artikel.

Was oder wie kann ich spenden?

Der Erlös all unserer Fest- und Liveauktionen in unserer Facebook-Gruppe kommt dem Verein zugute. Wer schon jetzt eine Spende senden möchte, der kann dies direkt über die Webseite von MOB e.V. oder uns einen Betrag auf unser dafür eingerichtetes Paypal-Konto zukommen lassen.

Gerne nehmen wir auch Sachspenden in Form von Hygieneartikeln aller Art, Kleidung (Herren, Damen, Kinder) und Lebensmittel an. Habt bitte Verständnis, dass wir mögliche Versandkosten nicht erstatten können. Solltet ihr aus Berlin (D), dem Umkreis Bad-Essen (D), Steyr (AT), Hohenau an der March (AT), Witten (D) oder Neustadt (D) kommen, so können wir die Spenden selbstverständlich direkt vor Ort abholen.

Lebensmittel die vermehrt weggeschmissen werden, weil die Banane nicht krumm, die Gurke nicht grün oder das Gebäck nicht perfekt genug für den Verkauf sind oder am Ende der Öffnungszeiten übrig bleiben, können jederzeit direkt vor Ort in der Storkower Str. 139 abgegeben werden. Da der MOB e.V. aus Kostengründen keinen eigenen Lieferwagen haben, ist eine Abholung nur bedingt und nur in der Freizeit der ehrenamtlichen Helfer möglich. Eine Übergabe direkt vor Ort wäre daher wünschenswert. Egal ob von Privatpersonen oder Unternehmen.

Jede Spende ist herzlich willkommen!