Das war sie: Die Hall of Vape 2018 in Stuttgart. Die Berliner Fraktion flog extra für die Dampfermesse ein und bereits beim Anblick dieser nicht enden wollenden Menschenmasse, die sich vor der Halle versammelt hatte, wäre der Ein oder Andere  am liebsten wieder umgedreht. Aber eines muss man dem Veranstaltungsteam lassen: Der Einlass war pünktlich und so gut organisiert, dass die Massen innerhalb weniger Minuten, in die große Halle stürmen konnte. Wir selber standen sehr weit hinten, benötigten jedoch keine 5 Minuten, ehe wir in der Halle eingetrudelt sind.

Auf dieser Messe hatte Social Vapers e.V. zwar keinen eigenen Stand, dennoch wollten wir die Messe nutzen, um in erster Linie unsere bestehenden Partner zu besuchen und mit neuen Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Besonders gefreut haben wir uns auf den Besuch bei den Jungs und Mädels von Afegz e.V. – Ein lockerer Plausch, frischer Kaffee und auch die Lose für das Gewinnspiel durften nicht fehlen.

Hallenplan war für die Katz
Durch die Größe der Halle, verlief sich die Masse sehr gut, sodass zu keiner Zeit ein „Kirmes-Feeling“ (Masse von A nach B schieben) auftrat. Auch für ausreichend Luftzirkulation wurde gesorgt. Weniger positiv war die Tatsache, dass der ausgehändigte Hallenplan am Ende für die Katz war. Viele Stände traf man nicht dort an, wo der Plan sie vermuten ließ. Gerade wenn man nicht ausschließlich Privat unterwegs ist und einen zeitlichen, sowie räumlichen Plan erstellt hat, wird dies schnell zur Herausforderung.

Die Stände selber waren teilweise sehr gefüllt, jedoch kam man relativ schnell heran, um Liquids zu testen oder Fragen loszuwerden. Wo definitiv eine neue Lösung her muss: Mundstücke. Es waren gefühlt 100 Stück pro Stand vorhanden, die innerhalb der ersten Stunde bereits aufgebraucht waren, danach nuckelte jeder die Geräte ohne „Überzieher“ an. Es sei denn, man hat sich einen Vorrat an 510er & 810er Driptips angelegt.

Leibliches Wohl & WC
Für das leibliche Wohl wurde sowohl in der Halle, als auch im Foyer gesorgt. Wer Hunger hatte, der musste jedoch erst einmal anstehen. Für einen Hot Dog (3,50 EUR), standen wir rund 40 Minuten an. Interessant war die Tatsache, dass auf der HoV Webseite groß angepriesen wurde, dass Getränke – jeglicher Art – nicht mit in die Halle genommen dürfen. Doch kontrolliert wurde hier NICHTS! Warum also die Ansage auf der Webseite? Einfach die Hoffnung, dass dadurch weniger Menschen etwas mitnehmen und das Geld dann lieber für die überteuerten Getränke ausgeben? Wir lassen es einfach mal so stehen!

Die Toiletten waren in der Regel immer ohne große Wartezeit zu erreichen, die Sauberkeit lies jedoch von Stunde zu Stunde sehr nach. Schade, dass weder die Frauen, noch die Männer mittlerweile gelernt haben, dass man sich auch in öffentlichen Klos benehmen sollte und seine Sauerei zu entfernen mit Anstand zu tun hat.

Fazit zur HoV 2018
Insgesamt war es jedoch eine wirklich gut organisierte Messe, die interessante Stände zu bieten hatte. Das nächste Mal sollte man gegebenenfalls darüber nachdenken, ob Azad wirklich so viel Aufmerksamkeit zusteht. Sein Bühnenauftritt war leider mit sehr viel fremdschämen behaftet.

Die Preise selber waren nicht unbedingt die „Messepreise“, die sonst immer viele erwarten. Hardware ging oftmals für denselben Preis weg oder lag maximal 5-10 Euro unter dem Offliner-Preis. Einzig bei Liquids konnte man hier und da wirkliche Schnapper machen, meist jedoch erst bei einer Abnahme von mindestens 3 Liquids. Gefehlt haben uns die Angebote für Aromen, zwar waren einige bekannte Unternehmen vor Ort, doch etwas Neues haben wir nicht entdecken können.

Tipp: Wer wirkliche Schnapper machen möchte, der besucht die Hall of Vape eher Sonntags, denn dort werden die Liquids und auch Hardware zu Schleuderpreisen rausgehauen. Samstags knausern die Unternehmen sogar mit Giveaways (Keyholder, Sticker, etc). Sonntags bekommst du es an jeder Ecke nachgeworfen.